Vorfahrtsregeln

 
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Vorfahrtsregeln
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Inhaltsverzeichnis


Surfer und andere Wasserfahrzeuge

Seit 1998 wurden Surfern auch die letzten Privilegien auf dem Wasser genommen, so dass wir heute in nur ausgesprochen seltenen Fällen Vorfahrt genießen (Binnengewässer). Grund hierfür ist die Geschwindigkeit beim Windsurfen und Kitesurfen, die es anderen Verkehrsteilnehmern so schwer macht, unser Verhalten korrekt einzuschätzen. Deshalb gilt:

  • Küstengewässer: Windsurfer und Kitesurfer haben grundsätzlich Schwimmern, Seglern und auch Motorfahrzeugen Vorfahrt zu gewähren!
  • Binnengewässer: Grundsätzlich haben Segelfahrzeuge vor Motorfahrzeugen Vorfahrt. Eine Ausnahme bilden Linienschiffe und Boote über 20 m Länge! (z.B. Gardasee). Unter den Segelfahrzeugen haben Segelboote aber Vorfahrt vor Windsurfern und Kitesurfern!


Vorfahrtsregeln für Segelfahrzeuge

Surfer 2 muss ausweichen

Für Surfer und Kiter untereinander gelten die allgemeinen Vorfahrtsregeln für Segelfahrzeuge:

  • Backbordbug vor Steuerbordbug
Derjenige Surfer, der sein Segel auf der Backbordseite des Boards fährt, hat Vorfahrt und muss den Kurs halten. Als Faustregel kann auch gelten, dass die rechte Hand als Masthand (bei Kitern die rechte Hand vorne an der Bar) Vorfahrt hat.
Surfer 2 hält den Kurs, Surfer 1 weicht aus
  • Lee vor Luv
Bei gleichem Bug kommt die Regel "Lee vor Luv" zur Anwendung, d.h. der Surfer auf der windabgewandten Seite hat Vorfahrt - der Surfer, der sich höher am Wind befindet, weicht aus.
Surfer 2 hält den Kurs, Surfer 1 weicht aus
  • Überholer hält sich frei
Wer einen anderen Surfer überholt, der hält einen Abstand von mindestens einer Mastlänge ein.


Gesonderte Regeln für das Miteinander von Kitern und Windsurfern gibt es nicht, allerdings ist es grundsätzlich ratsam in Luv an einem Kitesurfer vorbei zu fahren. Zudem heißt es für jeden Kitesurfer bei jeglichen Begegnungen: Schirm nach oben!!!


  • In der Welle

Die besonderen Anforderungen an Regelungen beim Waveriding haben dazu geführt, dass es ein paar ergänzende Regelungen zu den allgemeingültigen Vorfahrtsregeln gibt, die speziell in der Welle gelten:

Wer gegen die Welle raussurft hat Vorfahrt gegenüber demjenigen, der mit der Welle surft oder sie abreitet. Das ist darin begründet, dass durch den Wellenvorschub eine deutlich bessere Manövrierbarkeit gegeben ist, egal bei welcher Windrichtung!
Wer zuerst kommt, dem gehört die Welle! Teilen sich mehrere Surfer eine Welle, so hat derjenige Vorfahrt, der am dichtesten zur brechenden Lippe surft.
Muskelkraft vor Segelkraft - das gilt insbesondere in der Welle! Wellenreiter oder Bodyboarder haben immer Vorfahrt. Beachtet auch unbedingt die Anpaddelzone, in die Ihr nicht surfen solltet.


Vorfahrtsregeln für Sportgeräte

Auch Wellenreiter, Windsurfer und Kitesurfer fallen in die Rubrik "Sportgeräte", genauso wie z.B: Jetski. Hier gilt Muskelkraft vor Segelkraft vor Motorkraft. Der Surfer weicht dem Wellenreiter aus und der Jetski dem Surfer.

Ausnahme: In der Brandungszone hat der raussurfende Windsurfer oder Kitesurfer Vorrang gegenüber Wellenreitern.