Jericoacoara

 
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Aruba
Barbados
Bonaire
Brasilien
Dominikanische Republik
Isla Margarita
St. Lucia
Kurzinformation
Geografische Position 2°47'37.80"S
40°31'20.96"W
Google Earth Placemark Placemarks
Webcam Icon
Klassifizierung Freeride/Wave
Top-Wind O
Flop-Wind S
Beste Reisezeit
Bilder
Der Strand fällt extrem flach ab und ist sehr breit
Sauberste Wellen laufen um die Landzunge
Ohne Worte!

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Inhaltsverzeichnis

Surfspot Lage und Ortsbeschreibung

Jericoacoara liegt an der Nordküste von Brasilien zwischen Fortaleza und Sáo Luís im Bundesstaat Ceará und bildet das Zentrum eines ausgedehnten Dünengebietes. Dieses Gebiet gilt als Nationalpark und dehnt sich bis zu 20 km weit in das Landesinnere aus.

Alle Surfspots in Brasilien:

Surfen, Windsurfen, Kitesurfen

Surfrevier und Spotbeschreibung

Der Strand von Jericoacoara (kurz "Jeri") wurde von der Washington Post mal als einer der 10 schönsten Strände der Welt klassifiziert. Ok, übertreiben macht deutlich, aber tatsächlich ist diese Region ziemlich einzigartig - nicht nur landschaftlich sondern auch für Surfer und Kiter.

...und nochmal die Wellen

Die Dünenlandschaft ragt in Jeri etwa 4 km aus der Küstenlinie heraus und bildet so eine riesige Landzunge in der östlichen Strömung. So kommt in Jeri nicht nur der Ostpassat frei und mit voller Kraft durch, durch die Düne und den Verlauf der Küstenlinie wird der Wind hier noch verstärkt. Leider habt Ihr direkt am Einstieg durch den Ort etwas Windabdeckung, aber sowohl nach Süden als auch nach Norden haben Ihr schnell den vollen Druck im Segel.

Die Atlantikwelle wird vor Jeri derart umgebogen und gezähmt, dass sie dann sauber und in großen Abständen in die Bucht läuft und sich perfekt abreiten lässt. Dabei ist die Welle eher gemäßigt, läuft nicht sehr schnell und macht auch nirgends plötzlich zu, so dass auch Welleneinsteiger durchaus auf ihr Kosten kommen können. Die Höhe der Wellen hängt dabei stark von den Gezeiten und der Jahreszeit ab und differiert von hüfthoch bis über kopfhoch.

Nur an einem mit Fahnen gekennzeichneten Riff werden die Wellen richtig steil und brechen - hier wird es auch schon mal eng in der Welle -, weiter südlich habt Ihr dagegen die runden Wellen meist für Euch, müsst allerdings dann wieder etwas aufkreuzen. Wer es gerne etwas deftiger mag, der kreuzt gleich etwas raus und nimmt die Wellen in der nördlichen Bucht von Jeri - aber Vorsicht, hier ist das Riff scharf und die Wellen nochmal deutlich höher und schneller!

Der Passat kommt fast zu 100% aus Ost und weht vor allem von August bis Februar am stärksten, wo Ihr auch eigentlich täglich Gleitwind habt. Dabei kommt der Wind schräg ablandig von rechts, was besonders für Kiter aber auch für Windsurfer die Gefahr des Abtreibens birgt, denn Richtung Westen kommt lange Zeit nichts mehr - also ein gewisses Grundkönnen sollte vorhanden sein, wenn Ihr hier aufs Wasser geht.

So habt Ihr in Jericoacoara tatsächlich die perfekten Wellenbedingungen mit Wellen, die auf Höhe der Landzunge um 90° umgebogen werden, und so frontal von vorne kommen!

In Lee der Landzunge hat sich im Laufe der Zeit ein riesiges Flachwassergebiet herausgebildet, dass dem Spiel der Gezeiten ausgesetzt ist und bei Ebbe zu einem großen Teil trocken fällt. Dann kann sich der Weg zur Wasserkante leicht um 150 m erhöhen. Die Einheimischen sind aber gerne hilfreich zur Stelle, aber bedenkt immer, dass Ihr in einer der ärmsten Regionen der Welt unterwegs seid! Die gesamte Bucht ist feinsandig und die tropischen Temperaturen lassen reinrassiges Badehosen-Surfen zu - was will man mehr.


Besonderheiten Kiten und Kitesurfen

Aufgrund der starken und schräg ablandigen Passatwinde ist Jeri nur für Kiteboarder mit wirklich hohem Fahrkönnen zu empfehlen, zumal Boote zur Rettung in dem Naturschutzgebiet nicht eingesetzt werden dürfen.


Infrastruktur

Jeri ist nicht nur wegen der herausragenden Wind- und Wellenverhältnisse einer der beliebtesten Spots Brasiliens, sondern auch wegen der mittlerweile sehr guten touristischen Infrastruktur. So finden sich zahlreiche teils erstklassige Wohnmöglichkeiten, viele Restaurants und auch Bars sowie ein ausgesprochen lebhaftes Nachtleben.

Sonstige Unternehmungen

In Jeri ist auch abseits des Surfens für Kurzweil gesorgt. So bieten sich Buggyfahrten durch die Dünen an oder Ihr geht Sandboarden von der großen Düne im Süden. Eine weitere Attraktionen sind die vielen Süßwasserseen in den Dünen - gebildet, weil das Wasser durch eine Tonschicht nicht versickern kann.


Reisehinweise

Jeri ist am besten über Lissabon oder Amsterdam per Flugzeug nach Fortaleza zu erreichen, wobei sich die Flugzeit mit etwa 8 Stunden durchaus moderat ausnimmt. Von Fortaleza geht es dann über mittlerweile ziemlich gut ausgebaute Straßen in Richtung Nordwesten nach Jijoca de Jericoacoara. Hier fangen die Dünen an und die letzten 30 km fahrt Ihr dann mit Jeeps über Sandpisten nach Jeri. Die gesamte Distanz sind etwa 350 km und Ihr braucht etwa 4 Stunden.

Allgemeine Informationen Brasilien

Insbesondere der Nordosten von Brasilien mit der Küste nördlich von Fortaleza und südlich zwischen Fortaleza und Natal bietet zwischen Juli und Februar zuverlässige östliche Winde und tollste Strände und Lagunen zum Windsurfen in Brasilien. Dabei wird der Nordost-Passat an den Küstenabschnitten mit Ost-West-Verlauf nochmal durch den Leitplankeneffekt deutlich verstärkt. Dort wo der Wind eher auflandig kommt, ist er auch entsprechend schwächer, aber nicht minder zuverlässig.

Die vielen sehr flachen Lagunen in den zahlreichen Flußmündungendie und weiten Buchten mit den breiten Sandstränden bieten reichlich Platz und beste Bedingungen zum Kitesurfen in Brasilien. Wer seinen Surfurlaub in Brasilien plant, der findet täglich Direktflüge von Lissabon nach Fortaleza. Wir empfehlen einen Mietwagen für den Transfer. Vor Ort findet ihr diverse Surfschulen und Kiteschulen in Brasilien, so dass ihr das Material gut zu Hause lassen könnt.

Bildergalerie


Siehe auch andere Surfreviere in Brasilien:
Cumbuco | Ilha do Guajiru | Jericoacoara | Lagoinha | Parajuru | Prea | Sao Miguel do Gostoso | Taiba